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Flüssigkristallbildschirm

Dieser Text beschreibt Flüssigkristallbildschirm.


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Flüssigkristallbildschirm Artikel

Ein Flüssigkristallbildschirm (LCD, Liquid Crystal Display) ist ein Bildschirm, bei dem spezielle Flüssigkristalle genutzt werden, die die Polarisationsrichtung von Licht beeinflussen können. Flüssigkristallbildschirme stellen die zurzeit dominante Flachbildschirm-Technologie dar, auch wenn andere Techniken teils große Vorteile aufweisen.

Inhaltsverzeichnis
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Flüssigkristallbildschirm Beschreibung
Flüssigkristallbildschirm Beschreibung
Schadt-Helfrich-Zelle
Buch-Tipp: Brautbriefe Zelle 92. Dietrich Bonhoeffer - Maria von Wedemeyer 1943 - 1945 Überwindung Ein Gerechter wird gefangen gesetzt, erfährt in der Haft Bedrängnis am Glauben und an wahrscheinlich versäumten Leben. Lässt diesen Zweifeln ausreichend Raum, ist frür andere stets wieder Anker ( das kann Bonhoeffer sich nicht trauen, die eigenen Zweifel nach aussen zu tragen, ausser in diesen privaten Aufzeichnungen). Er erfährt...

Die einfache Flüssigkristall-Zelle

Flüssigkristalle sind organische Verbindungen, die sowohl Merkmale von Flüssigkeiten als auch Merkmale von Festkörpern aufweisen.

Ein einfaches Flüssigkristall-Anzeigeelement besteht aus der "Schadt-Helfrich-Zelle": Die Innenseiten zweier Glasplatten sind mit einer transparenten Elekrodenschicht (Indium-Zinn-Oxidschicht, ITO) überzogen, dazwischen befindet sich der Flüssigkristall. Die Moleküle ordnen sich in eine vorgegebene Richtung, parallel zu der mit Polyimid beschichteten und in einer Vorzugsrichtung gebürsteten Oberfläche. Außerdem sind die äußeren beiden Platten mit um 90 Grad zueinander verdrehten Polarisationsfiltern beschichtet. Auf der Rückseite befindet sich ein Spiegel, der das einfallende Licht zurückwirft. (Je nach Einsatzgebiet kann das Display anstelle des Spiegels eine weiße Hintergrundbeleuchtung haben)
Daraus ergibt sich, dass die Flüssigkristalle schraubenförmig angeordnet sind, bei einer um 90 Grad gedrehten Schraube (auch Verdrillwinkel von 90 Grad genannt) spricht man von TN = Twisted Nematic (engl.: twisted = verdreht).

Einfallendes Licht (kein UV-Licht) wird also vor dem Eintritt in die Flüssigkeit polarisiert. Durch die Verdrillung der Molekülflächen folgt eine Drehung der Polarisationsrichtung des Lichts. Dies hat wiederum zur Folge, dass das Licht den gegenübergesetzten Filter passieren kann und die Zelle hell erscheint. In dem Ruhezustand ist das Display durchsichtig, diese Anordnung wird auch Normally-White-Mode genannt.
Legt man eine elektrische Spannung an die Elektroden an, so tritt unter dem Einfluss des elektrischen Feldes eine Drehung der Moleküle ein, sodass sie sich senkrecht zu den Elektrodenoberflächen ausrichten. Die Verdrillung ist damit aufgehoben, die Polarisationsrichtung des Lichts wird nicht mehr geändert und damit kann es den zweiten Polarisationsfilter nicht mehr passieren.
Die Funktion ist auch umkehrbar: ordnet man die Polarisationsfilter parallel an, dann ist die Zelle ohne Spannung dunkel und mit Spannung hell. Man spricht vom Normally-Black-Mode, welcher wegen schlechteren Kontrasts selten benutzt wird.

Die Schadt-Helfrich-Zelle ist ein spannungsgesteuertes Lichtventil. Ein Display kann theoretisch aus beliebig vielen solcher Zellen bestehen. Beim Taschenrechner stellt eine 7-Segment-Anzeige jeweils eine Ziffer dar, bei einem TFT-Monitor stellen drei Zellen zusammen gerade mal einen Pixel dar.

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Weiterentwicklungen

Bei STN -Displays (Super-Twisted-Nematic) wird der Verdrillwinkel der Moleküle auf 180-270° erhöht. Dadurch kann ein höherer Kontrast als bei herkömmlichen TN-Displays erreicht werden.

Bei LC-Anzeigen können Aktiv-Matrix-Displays und Passiv-Matrix-Displays unterschieden werden. Die älteren Passiv-Matrix-Displays werden lediglich mit den beiden oben erwähnten Elektroden angesteuert, das heißt es findet keine elektrische Ladungsspeicherung statt. Da die Moleküle des Flüssigkristalls mit der Zeit wieder in ihren Ursprungszustand zurückkehren, muss die TN-Zelle in regelmäßigen Zeitabständen erneut angesteuert werden. Bei Displays mit einer hohen Anzahl von Zellen erfolgt darum eine elektrische Ladungsspeicherung über einen zusätzlichen Kondensator in jeder Zelle. Zur direkten Ansteuerung eines jeden Kondensators existiert daher in jeder Zelle ein Transistor (ein so genannter Thin-Film-Transistor TFT), der die angelegte Spannung auf den gerade angesprochenen Kondensator durchschaltet. Da bei dieser Anordnung jede Zelle des Displays ein aktives Bauelement enthält, werden diese Displays als Aktiv-Matrix-Displays genannt. Aufgrund der Tatsache, dass mit Hilfe des Kondensators größere Ladungen über einen längeren Zeitraum gespeichert werden können, steigt die mittlere Leuchtdichte einer Zelle und damit der Kontrast des Displays.

Bei der IPS-(In Plane Switching-)Technologie befinden sich die Elektroden nebeneinander, in einer Ebene, parallel zur Displayoberfläche. Bei angelegter Spannung drehen sich die Moleküle in der Bildschirmebene, die für TN-Displays typische Schraubenform entfällt. IPS verbessert die so genannte Blickwinkelabhängigkeit des Kontrastes.

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Vor- und Nachteile

Die Vorteile der LCDs sind: kleiner Stromverbrauch, Strahlungsfreiheit, absolut flimmerfreies, verzerrungsfreies, scharfes Bild, kleines Gewicht sowie kleine Einbautiefe.

Ein großer Nachteil waren lange Zeit (bis zur Entwicklung des TFT) ein schwacher Kontrast und lange Schaltzeiten. Ein weiteres Problem war der kleine Betrachtungswinkel; neuere Techniken wie IPS schafften hier Abhilfe. Außerdem muss bei der Herstellung die Bildauflösung festgelegt werden, die Verwendung einer anderen Auflösung kann zu Qualitätsverlusten führen. Ein TFT-Bildschirm liefert in dem Vergleich zu einem CRT-Bildschirm ein viel schärferes Bild - allerdings ca. in seiner nativen Auflösung, während kleinere Auflösungen, die interpoliert werden müssen, entsprechend verschwommener dargestellt werden. Darüber hinaus ist die Herstellung relativ teuer.

Buch-Tipp: FL Studio in der Praxis /mit Sample-CD empfehlenswert für FL-anfänger gut zu lesendes buch mit vielen screenshots (leider schwarzweiß) und sample-CD. das buch behandelt alles rund um FL Studio 6 und ist sinnvoll aufgebaut/gegliedert. es ist sehr leicht verständlich und auch für neueinsteiger geeignet. natürlich gibt der autor auch viele tips für die praktische anwendung, aber...

Einsatzmöglichkeiten

In einfachen Digitaluhren und Taschenrechnern werden LCDs schon länger benutzt, Bereiche, die wenig Platz und Strom kosten sollen. Verbreitung fanden sie über weitere tragbare Geräte wie etwa Mobiltelefone, Notebooks und ähnlichem.

Typische Auflösungen bei Computer-Flachbildschirmen sind 1024x768 (XGA = eXtended Graphics Array, 15"), 1280x1024 (SXGA = Super XGA, 17" oder 19"), 1400x1050 (SXGA+ = SXGA Plus, bei manchen Notebooks) oder 1600x1200 Pixel (UXGA = Ultra XGA, 21").

In Zukunft werden die LC-Displays auch nach und nach die "Elektronenkanonen" in dessen Stammgebieten PC-Monitor und Fernseher verdrängen. Für PCs wurden 2003 bereits mehr LCDs als CRTs verkauft. [1] (http://www.heise.de/newsticker/meldung/45600)

Buch-Tipp: Gott sei Dank. Schluß mit der Schwatzgesellschaft Keine hohe Literatur. Aber! Aber eine interessante Sicht auf die Werte des Lebens. Wer nicht offen für die Meinung anderer Persönlichkeiten (und Herr Oertel ist in dem Osten Deutschlands eine)ist, kann sich dieses Buch sparen. Herr Oertel teilt uns auf eine kurzweilige Art seinen Standpunkt in der Wertediskusion mit. Ich habe das Buch an einem Wochenende...

Alternativen

Buch-Tipp: Lehrbuch der Molekularen Zellbiologie Für Zellbio-Einsteiger Zeit muss man schon mitbringen für den "kleinen" Alberts. Denn mit 900 Seiten ist er zwar ca. halb so dick wie sein großer Bruder "Molekularbiologie der Zelle", trotzdem geht das Lehrbuch der molekularen Zellbiologie erstaunlich ausführlich auf das Thema ein. Dabei nimmt er für sich in Anspruch, ein einführendes Lehrbuch...

Plasmabildschirme stellen eine weitere Möglichkeit dar, Flachbildschirme zu realisieren. Auch wenn sie äußerlich TFT-Monitoren gleichen, ist ihre Funktion - Zünden von Edelgasen fürs Aufleuchten - eine andere.
Für große Displays stellen sie wegen ihrer Leuchtkraft eine Alternative dar. Wegen hohem Stromverbrauch und schlechter Einsatzfähigkeit für kleine Displays, sind sie in dem mobilen Bereich keine Konkurrenz.

Buch-Tipp: Molekularbiologie der Zelle Sehr gutes Werk! Als absoluter Neuling auf der Uni quasi zu dem Kauf des Alberts "überredet" bereute ich diese Investition nicht. Das Buch war für mich, obwohl ich in der Schule ca. sehr wenig von Biologie mitgenommen habe, leicht und vor allem sehr spannend zu lesen. Absolut beste Prüfungsvorbereitung. Dank der interessanten Aufmachung für mich...

OLEDs (Organic Light Emitting Device (Organische, Licht emittierende Baugruppe)) sind eine der Zukunftstechniken, die früher oder später LCDs ablösen werden. Es sind praktisch Plastikfolien, die durch Kunststoffelektronik-Bauteile zu dem Leuchten gebracht werden. Extrem dünn sind sie praktisch überall einsetzbar - noch einige Jahre Forschungszeit vorausgesetzt.


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